Die Philosophie

Die Grundphilosophie besteht in der Vermittlung von möglichst einfach zu erlernenden Bewegungsabläufen, die auch unter größtem Stress(-situationen) eine sehr effektive Selbstverteidigung ermöglichen. Es ist somit ein realitäts-bezogenes Selbstverteidigungssystem.

Im Gegensatz zu den meisten Kampfkunstsystemen, die ein jahrelanges Erlernen und Trainieren von Techniken erfordern, konzentriert sich das Jim Wagner System in seinen Kursen auf das Wesentliche und in der Realität Machbare.

Wir bieten ein Seminarprogramm an, das alle möglichen Arten von realitätsbezogenen Konflikten intensiv behandelt. In jedem Seminar bekommen Sie überzeugend vermittelt, wie man sich in den entscheidenden Momenten eines Angriffs verhalten muss.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal besteht dadurch, dass die Schüler nicht nur auf die eigentliche Konfliktsituation, sondern auch auf die Prä- und Postkonflitkphase vorbereitet werden. Dies ermöglicht unseren Schülern Konflikten auszuweichen bevor sie eskalieren bzw. sich nach dem Konflikt richtig zu verhalten (erste Hilfe, Aussagen bei der Polizei, Evakuierung von Opfern ...)

Der weltweite Erfolg des Reality Based Personal Protection Systems hat auch internationale Spezialeinheiten überzeugt. Zur Referenzliste gehören das amerikanische FBI, der brasilianische GATE, der argentinische GOE, israelische Spezialeinheiten, die deutsche Bundespolizei, Ausbilder der deutschen Bundeswehr, die kanadische Royal Mountain Police, niederländische Spezialkommandos, die schwedische Polizei etc.

Sie haben bei uns die Chance diese Fähigkeiten zu erlernen, um in einer bestimmt nicht friedlicher werdenden Welt zu bestehen und ihre Familie und sich effektiv zu schützen.

Langfassung:

 

Das Reality-Based Personal Protection System
verfasst von Jörg Kuschel

 

Das Jim Wagner Reality-Based Personal Protection System basiert auf einem “reality-based” (d.h. realitätsnahen) Selbstverteidigungssystem. Der Ausdruck „reality-based“ ist ein Fachbegriff aus dem Polizei-Jargon und stammt aus dem Bereich Szenario-Training. Im Bereich der Kampfkünste wurde dieser Begriff von Jim Wagner 1999 das erste Mal erwähnt, als seine monatliche Kolumne „HIGH RISK“ zunächst in der Zeitschrift Black Belt und dann im Jahre 2000 in Europa in der Zeitschrift Budo International erschien. Heutzutage wird der Begriff von Selbstverteidigungsspezialisten auf der ganzen Welt verwendet und bezeichnet ein komplett neues Genre in der Kampfkunst.
Die Art und Weise Selbstverteidigung zu erlernen wurde durch das Jim Wagner System verändert. Es beeinflusst mittlerweile weltweit das Erlernen von Selbstverteidigung und zwar vom Anfänger bis hin zu Mitgliedern von Spezialeinheiten. Auf der ganzen Welt ist dies das einzige System das sowohl Präkonflikt- als auch Konflikt- und Postkonflikt-Training miteinbezieht. Genau aus diesem Grund erhielt Jim Wagner die höchste Auszeichnung in der Welt der Kampfkunst, er wurde in die Black Belt Hall of Fame als Self-Defence Instructor of the Year 2006 aufgenommen. Ebenso ist es der Grund dafür, dass Polizeistationen, Gefängnisse, Leibwächter-Schulen, Militäreinheiten und Kampfsport-Schulen auf der ganzen Welt seine Techniken und Trainingsmethoden miteinbeziehen oder gar ausschließlich nur noch diese unterrichten.
Auch wenn man nur ein wenig oder keinerlei Erfahrung mit Selbstverteidigungs-Training hat, so ist man hier genau richtig. Es braucht keine Jahre um wirkliche Selbstverteidigung zu erlernen, es bedarf nur weniger Tage. Falls man bereits Erfahrungen mit anderen Kampfsportarten gemacht hat, so werden durch das Reality-Based Personal Protection System bestehende Lücken gefüllt. Auch wenn dieses System eigentlich für Zivilpersonen geschaffen wurde, so nehmen doch auch immer viele Vertreter der Polizei, der Gefängnisbehörde, des Sicherheitsdiensts oder des Militärs an Kursen teil.

 

Über Jim Wagner
Jim Wagner, der Gründer des revolutionären Reality-Based Personal Protection Systems, ist ein ehemaliger Soldat, Vollzugsbeamter, Streifenpolizist, SWAT-Offizier, Diplomaten-Leibwächter und Anti-Terror-Agent der Regierung der Vereinigten Staaten nach dem 11. September. Seit 1992 hat er verschiedenste Elite Einheiten der Welt unterrichtet: Die GSG9, das FBI, die brasilianische Spezialeinheit GATE, ebenso wie die argentinische G.O.E., israelische Spezialeinheiten, die Royal Canadian Mountain Police, die U.S. Navy und die Marines PMO, Finland’s National Police Academy, die DEA, die U.S. Border Patrol, die California Highway Patrol um nur einige zu nennen. Ohara Publications, der weltweit führende Verleger von Büchern über Kampfsport, veröffentlichte das Kompendium „Reality-Based Personal Protection“ von Jim Wagner. Das Reality-Based System wurde so berühmt, dass der bekannte deutsche Messerhersteller Böker die Jim Wagner Reality-Based Blade, also ein Messer im Stil eines originalen Jim Wagner Messers, auf den Markt brachte. Drei weitere Versionen dieses einzigartigen Kampfmessers zogen nach.

Über das Reality-Based Personal Protection System:
Das Jim Wagner Reality-Based Personal Protection System zeigt nicht nur die aktuellsten Techniken und Trainingsmethoden von Polizei, Militär, Sicherheitsdienst, Leibwächtern, Kampfsportlern und Anti-Terror-Einheiten die weltweit zur Handhabung von Konfliktsituationen verwendet werden, sondern auch etwas, was kein anderes Zivilsystem vermittelt: Präkonflikt- und Postkonflikt-Training zusätzlich zum eigentlichen Konflikttraining, also auch das was vor und nach einem Konflikt zu tun ist.


Was macht dieses System anders?


Es gibt drei Bereiche in der Kampfkunst:

Traditionelle Kampfkünste
Kampfsportarten
Reality-based (realitätsbezogene) Kampfkünste

 

Aber woher weiß man welches das Richtige für einen selbst ist?

Traditionelle Kampfkünste wie Karate, Taekwon Do, Kung-Fu u.a. sind klassische Kampfkunstarten die an alten Techniken und Trainingsmethoden festhalten. Normalerweise wird traditionelle Trainingskleidung getragen, es gibt ein Gürtel-Graduierungsystem und es wird von den Schülern verlangt die Bräuche, Traditionen und Terminologie der fremden Kultur zu erlernen. Diese Kampfkunstarten vermitteln fundamentale Selbstverteidigungs-Prinzipien, sie sind allerdings nicht darauf angelegt dem Schüler den Umgang mit modernen verbrecherischen und terroristischen Situationen wie Bombenanschläge, Bandenkriege oder bewaffnete Raubüberfälle beizubringen.

 

Kampfsportarten wie Kick-Boxen, BJJ, Sambo, Ringen, Boxen u.ä. haben ihre Wurzeln in den traditionellen Kampfkünsten. Allerdings sind die Kämpfer an Sportregeln gebunden um in verschiedenen Turnieren, Sportveranstaltungen oder sogar den Olympischen Spielen antreten zu können. Wie bei den traditionellen Kampfkünsten können auch von den Kampfsportarten praktikable Selbstverteidigungstechniken und Trainingsmethoden extrahiert werden, doch auch hier finden sich keine modernen Konfliktlösungen.

 

Reality-based (realitätsbezogene) Kampfkunstarten lehren die wesentlichen Selbstverteidigungstechniken die sowohl in den traditionellen Kampfkünsten als auch den Kampfsportarten zu finden sind. Allerdings gehen sie noch ein Stück weiter: Das Training ist speziell auf moderne Konfliktsituationen zugeschnitten, überholte Techniken und Trainingsmethoden werden gestrichen. Obwohl es heutzutage viele Systeme gibt, die sich „reality-based“ nennen, weil sie angeblich realistisches Training beinhalten und sich von unwichtigen Bräuchen und Traditionen losgesagt haben, so gibt es doch wenige Systeme, die komplett „reality-based“ sind. Mit anderen Worten: Präkonflikt-, und Postkonflikt-Training fehlen in ihren Lehrplänen und das Konflikttraining ist oft allein deshalb fehlerhaft, weil keine Erfahrung mit Kriminellen oder Terrorismus vorhanden ist.
Jim Wagner war nicht der erste, der die drei Bereiche in der Kampfkunst identifizierte, aber er war der erste Ausbilder, der Präkonflikt-, Konflikt-, und Postkonflikt-Training in einem System kombinierte. Wenn Sie in ein beliebiges Kampfkunst-Magazin von 1998 oder früher sehen, werden sie praktisch keine Artikel finden, die sich mit Polizei, Militär, Kriminalität, Terrorismus oder realitätsbezogener Kampfkunst auseinandersetzen. Jim Wagner begann damit Artikel in den Zeitschriften Black Belt (USA) und Budo International (Europa) zu veröffentlichen und trat damit eine Lawine los. Mittlerweile ist eine Bewegung in Richtung realistisches Selbstverteidigungs-Training und eine neue Klasse von Inserenten weltweit in jeder Kampfkunst-Zeitschrift zu verzeichnen.


Was genau ist das Reality-Based Personal Protection System?
Jim Wagner ließ die hauptamtliche Strafverfolgung hinter sich und schuf eine zivile Version seines Systems. Am 21. Januar 2003 wurde dieses revolutionäre System offiziell geboren.

Jim Wagner definiert den Begriff Reality-Based wie folgt:
Training und Überlebensfähigkeiten, basierend auf modernen Konfliktsituationen die der Ausübende in seiner Umgebung (seiner Realität) wahrscheinlich vorfindet, in Übereinstimmung mit der Verhältnismäßigkeit der Gewaltanwendung der jeweiligen Jurisdiktion.

Das Jim Wagner Reality-Based Personal Protection System ist weltweit ein Original, nicht nur weil Jim Wagner den Begriff für die zivilen Kampfkünste gemünzt hat, sondern weil es das erste System ist, das Präkonflikt-, Konflikt-, und Postkonflikt-Training miteinbezieht, ebenso wie ein Schaubild zur Verhältnismäßigkeit der Gewaltanwendung im zivilen Bereich.

 

Präkonflikt-Training ist die Basis aller Kurse und beinhaltet das Einschätzen von Gefahren, Situationen und Personen (ist eine Person feindselig?), den OODA-Prozess (Observe, Orient, Decide and Act), rechtliche Belange, Gegenüberwachung von Kriminellen, die Kenntnis über die verschiedenen Elemente eines Angriffs, Gefahrenzonen-, und Konflikt-Handhabe (psychisch und physisch), Trainingsdokumentation und vieles mehr.

 

Postkonflikt-Training beinhaltet diejenigen Handlungsabläufe, die einem körperlichen Konflikt unmittelbar folgen, beispielsweise Triage der eigenen Person, Erste Hilfe, Opferbergung, Festnahmen, Rekonstruktion des Tathergangs, Erkennen eines Beweisstücks und dessen Sicherung, Polizeikontakt, Verhalten vor Gericht und vieles mehr.


Konflikt-Training ist der Bereich der viel tiefer geht als in jedem anderen Selbstverteidigungs-System. Die reality-based Techniken stammen von den elitärsten Polizei-, Militär-, Gefängnis- und Sicherheitseinheiten und sind an das taktische Verständnis von Kriminellen und Terroristen angebunden. Hier wird verdeutlicht, was nur sehr wenige Ausbilder lehren können: Verteidigung gegen terroristische Bombenanschläge und Handfeuerwaffen, Messerangriffe, Autoraub, Entführungen, sexuelle Übergriffe, bewaffneten Raubüberfall, chemische Angriffe, Bandengewalt, Amokläufe an Schulen und am Arbeitsplatz, Kindesentführung, Scharfschützenangriffe, und noch vieles mehr. Natürlich lernt man auch all die anderen Schläge, Block-Techniken und Bewegungsabläufe, die in anderen Kampfkünsten üblich sind, allerdings nur die, die auch wirklich auf der Straße oder im Kampf anwendbar sind. Richtig - im Kampf! Obwohl Jim Wagners Reality-Based Personal Protection ein Schutzsystem für Zivilpersonen ist, nehmen oftmals auch Vertreter von Polizei und Militär an seinen Seminaren teil, denn das was hier gelehrt wird, wird teilweise noch nicht einmal in vielen Einheiten und Behörden unterrichtet, oder zumindest nicht in diesem Umfang.


Die OODA-Schleife
Die sogenannte OODA-Schleife ist ein Begriff aus dem militärischen Bereich. Er wurde geprägt von dem Militärstrategen und Colonel der U.S. Air Force John Boyd (1927-1997) und findet sich auch im realitätsnahen Selbstverteidigungstraining von Jim Wagner wieder.
OODA kann folgendermaßen übersetzt werden:

Observe – beobachten
Orient – orientieren
Decide – entscheiden
Act - handeln

Jim Wagner weist in seinem Training darauf hin, dass man sein Gegenüber (den vielleicht möglichen Gegner) und die Ereignisse um sich herum beobachten (observe) soll und anhand der so gewonnenen Informationen versuchen muss, daraus Schlüsse zu ziehen. Anschließend soll man sich aufgrund dieser gezogenen Schlüsse innerhalb der Situation orientieren (orient) und sich entscheiden (decide) was zu tun ist um dann entsprechend zu agieren (act). Zum Beispiel fliehen oder kämpfen (flight or fight).

Die OODA-Schleife läuft natürlich beim Gegenüber ebenfalls ab. Bezüglich einer Auseinandersetzung gilt es, den Gegner zu verwirren und so seinen Schleifenlauf zu verlängern, d.h. mit gezielten Maßnahmen weitere Entscheidungsschleifen in seiner Entscheidungsschleife einzubauen. Somit werden das Denken und die Entscheidung des Gegners eventuell auf einen falschen Weg gebracht und er trifft letztendlich eine falsche Entscheidung. Dadurch durchbricht man sein sicheres Handeln oder macht ihn gar handlungsunfähig.

Dies setzt voraus, dass die eigene OODA-Schleife schneller durchgeführt wird als die des Gegners.
Teile des OODA-Konzepts findet man auch in Sun Tzus Werk „Die Kunst des Krieges“. Durch Täuschung, Schnelligkeit und Flüssigkeit der Handlung, das gezielte Stören der gegnerischen Strategie sowie durch das Ausnutzen des Überraschungs- und Schockmomentes soll der Gegner letztendlich besiegt werden.